Tagesausflug nach Tallinn

Als wohl einen der letzten größeren Ausflüge habe ich es Ende November nun auch noch in Estlands Hauptstadt Tallinn geschafft. Mein Vermieter konnte bereits im Vorfeld großartig unterstützen und uns die Fährfahrt zu sehr günstigen Preisen buchen.

Zu zweit sind wir am Freitag Abend zum Hafen von Helsinki gefahren und haben diesmal in ein Schiff der Viking Line eingecheckt. Für die Überfahrt nach Tallinn braucht das Schiff nur 2.5 Stunden und kam daher schon gegen Mitternacht an. Wir hatten eine Kabine gebucht, so dass wir erst um 7 Uhr morgens von Bord gehen mussten. Aber auch das war noch reichlich früh.

Zunächst haben wir uns auf den Weg in die Altstadt gemacht, von der wir einen großen Teil zunächst nur im Dunkeln gesehen haben. Zu unserer Überraschung haben wir festgestellt, dass an genau diesem Samstag der Weihnachtsmarkt eröffnete, so dass wir genau den richtigen Tag ausgesucht hatten. Leider war es recht trübe und regnerisch, so dass die Blicke von den Aussichtspunkten etwas eingeschränkt waren.

Nachdem wir die Altstadt gesehen hatten, haben wir uns etwas im neueren Teil von Tallinn umgesehen und sind dann zu einem etwas außerhalb liegenden Schloss gelaufen, das von einem kleinen Park umgeben wird. Anschließend sind wir wieder zurück ins Zentrum gelaufen und haben uns bei Pizza ausreichend gestärkt. Die verbleibende Zeit konnten wir nutzen, um uns auf dem Weihnachtsmarkt umzuschauen. Zwar war er nicht sehr groß, aber doch sehr schön gestaltet und wir konnten bereits den ersten Glühwein trinken.

Das Schiff legte um 18 Uhr ab, so dass wir bereits um 20:30 Uhr wieder in Helsinki waren. Für diese kurze Fahrt haben wir keine Kabine gebucht, sondern uns direkt auf den Heimweg gemacht. Insgesamt war es eine schöne Gelegenheit, mal Tallinn kennenzulernen. Sehr wahrscheinlich wird es für mich bereits der letzte Ausflug außerhalb von Helsinki gewesen sein. Jetzt stehen noch einige Klausuren an und in gut zwei Wochen steht schon der Rückflug nach Deutschland an. Die Zeit verging bisher wirklich schneller als erwartet…

Pirates of the Baltic Sea

Das wohl bisher beste Event hier im Norden war der Trip nach Stockholm Anfang November. Wer sich über die teils eigentümlichen Piraten-Kostüme wundert: Die Reise wurde vom Erasmus Student Network organisiert und unter dem Namen Pirates of the Baltic Sea angeboten.

Los ging es am Donnerstag, 1. November im Stadtzentrum von Helsinki. Nach einem kurzen Fußweg zum Hafen standen wir vor dem Schiff, das doch größer als erwartet war. Die MS Silja Symphony ist ein modernes Fähren-Kreuzfahrtschiff und setzt in einer Nacht nach Stockholm über, um die kommende Nacht zurück nach Helsinki zu fahren. An Bord waren neben 1.600 (!) Studenten noch knapp 1.000 andere Passagiere. Unsere Kabine mit Seeblick teilten wir uns zu viert, was aber kein Problem war. Letztlich war es ein kleines Hotelzimmer mit Bad und Dusche. Für zwei Nächte absolut kein Problem.

Am Abend wurde uns an Bord ein erstklassiges Programm aus Show-Vorführungen und Live-Musik präsentiert. Wirklich spitze gemacht! Einen Eindruck könnt ihr auf den Bildern bekommen. Auf dem Weg nach Stockholm konnten wir uns außerdem an dem All-You-Can-Eat-Buffet bedienen. Das war bei dem doch recht starken Seegang für einige nicht die beste Idee…

Am Freitag Morgen kamen wir dann in Stockholm an und machten uns direkt auf den Weg zur U-Bahn-Station. Nach längerem Anstehen wurde uns dann mitgeteilt, dass die Verkaufsstation etwas “old-school” sei und sie lediglich schwedische Kronen in bar akzeptieren. Ein nahegelegener Kiosk konnte uns unser Bahn-Ticket dann aber doch per Kreditkarte verkaufen, welche auch am restlichen Tag immer einwandfrei akzeptiert wurde.

Angekommen in der Innenstadt, schauten wir uns zunächst die sehr schöne Altstadt an und frühstückten dort in Ruhe. Anschließend machten wir einen längeren Weg durch Altstadt, Neustadt und zur City Hall. Viele Impressionen davon findet ihr in den angehängten Fotos. Nach dem (späten) Mittagessen machten wir uns bereits auf den Weg zum Schiff, das um 17 Uhr wieder ablegte.

Auf dem Rückweg wurde uns erneut ein erstklassiges Programm geboten. Am nächsten Morgen erreichten wir Helsinki gegen 10 Uhr und konnten einige schöne Bilder von der Stadt um vom Hafen machen. Das Wetter zeigte sich allerdings recht trüb.

Insgesamt war dies wirklich ein genialer “Kurz-Trip”, der wirklich zu empfehlen ist! Ich glaube, ich bin ein wenig Kreuzfahrt-Fan geworden. ;-)

Nuuksio National Park

Anfang Oktober wurde vom Erasmus Student Network ein Ausflug in den Nuuksio National Park angeboten. Nachdem der Ausflug wetterbedingt mehrmals verschoben wurde, haben wir an diesem Tag das letzte wirklich schöne Herbstwetter erwischt.

Die Anreise war etwas unkoordiniert. Wenn ich richtig mitgezählt habe, sind wir sechsmal umgestiegen, um den Nationalpark zu erreichen. Das hätte eigentlich auch mit einmal umsteigen geklappt. Dort angekommen gab es dann mehrere Routen zur Auswahl: 2 km, 4 km und 7 km. Sportlich motiviert haben wir uns selbstverständlich für die 7 km entschieden. Allerdings war uns zuvor nicht bewusst, in welchem Zustand sich die Wege befinden, die man wohl eher als matschige Trampelpfade bezeichnen sollte. Die ganze Strecke dauerte letztlich etwa 3 Stunden und wir hatten die Möglichkeit, uns zu Beginn und am Ende an einem Grillplatz zu stärken.

Es war ein schöner Ausflug in die Natur Finnlands zum wohl letztmöglichen Termin!

Kiasma – Museum of contemporary art

Nachdem auf diesem Weblog leider längere Zeit nichts los war, folgen nun gleich mal drei Fotoserien aus Finnland und Schweden. Ich war an der Uni ziemlich eingespannt und habe nun meine ersten Klausuren und Hausarbeiten hinter mir!

Los geht es mit einigen Bildern aus dem Kiasma Museum of contemporary art. Wie das bei Kunst so üblich ist, ist alles Geschmackssache, so dass ich mir die weitere Kommentierung mal spare. ;-)

Den Polizeiwagen in “Strick-Lackierung” finde ich aber schon klasse!

Teekkari Culture Evening

Am Sonntag fand der Teekkari Culture Evening für alle “Freshmen”, also alle Erstsemester, der Guild of Physics (ich bin hier den Physikern zugeordnet…) statt. Alles begann mit einer Einführung in die Verhaltensregeln beim Sitsit, dazu aber später mehr!

Anschließend wurden wir von zwei Experten durch das Studentendorf “Teekkari Village” geführt, das eine lange Geschichte hat und heute ausschließlich von Studenten bewohnt wird. Viele der anderen Austauschstudenten wohnen in diesem “Dorf”, in dem sich viele der offiziellen Studentenwohnheime befinden. Nach dem kleinen Rundgang ging es dann noch ins Teekkari-Museum, das sich ebenfalls in Teekkari Village befindet. Auch dort wurden wir von einem fachkundigen Studenten durch die Sammlung von Gegenständen geführt, die im Laufe der Zeit von ehemaligen Studenten zusammengetragen werden konnten. Besondern interessant ist das Foto, auf dem die vielen farbigen Overalls zu sehen sind. Diese Overalls tragen die Studenten hier häufig zu Feiern, wobei die Farbe ihre jeweilige “Guild” bzw. Fachschaft oder auch einfach ihren Studiengang kennzeichnet. Weiß ist zum Beispiel die Farbe der Physiker und schwarz die Farbe der Informatiker.

Nach dem Einführungsprogramm konnte ich dann zum ersten Mal an einem Sitsit teilnehmen. Sitsit ist ein traditionelles Abendessen finnischer Studenten, zu dem jeder im Anzug erscheint. (Diese erste Regel mussten wir als Austauschstudenten natürlich direkt brechen, da die wenigsten von uns im Koffer Platz für einen Anzug hatten. :-) )

Beim Sitsit gab es an diesem Abend zwei “Moderatoren”, die das Programm vorgeben, das hauptsächlich aus dem Singen von finnischen, schweden, englischen und teilweise sogar deutschen Liedern besteht. Während des Abends bekommt man immer wieder neue Speisen und Getränke aufgetischt, die man während eines Liedes aber nicht anrühren darf. Letztlich achten die Moderatoren sehr darauf, dass man wenn überhaupt nur kurz zum Essen kommt. ;-) Es ist also sehr wahrscheinlich, sein Essen eher kalt als warm zu sich zu nehmen.

Alles in allem eine sehr lustige Veranstaltung, während der in 5 Stunden keine Langeweile aufkommt!

Suomenlinna Picnic

Auch wenn ihr etwas warten musstet, gibt es nun mit etwas Verzug wieder einige Impressionen aus Finnland!

Vergangenen Sonntag hat das ESN (Erasmus Student Network) einen Ausflug auf die Festungsinsel Suomenlinna angeboten. Ganz genau sind es mehrere Inseln, die gemeinsam eine Festung vor dem Hafen von Helsinki bilden. Die Festung wurde im 18. Jahrhundert zum Schutz der Stadt Helsinki errichtet und wird heute als kleiner Stadtteil von Helsinki genutzt, in dem etwa 950 Menschen leben.

Auf der Insel gab es viele beeindruckende Bauten sowie ein sehr interessantes Museum über die Geschichte der Festungsinsel. Anschließend gab es dann ein kleines Picknick auf der Insel, das von Erasmus organisiert war.

Insgesamt ein sehr schöner Ausflug bei bestem Wetter! :-)

IKEA

Hier in Helsinki gibt es einen kostenfreien IKEA-Bus, mit dem man bequem zu IKEA fahren kann. Sämtliche Einkäufe können auf der Rückfahrt in den Gepäckfächern verstaut werden. Sehr angenehme Angelegenheit, auch wenn das Auto für Möbeltransporte meine erste Wahl bleibt! :-) Zu zweit haben wir die Gelegenheit genutzt, um ein paar fehlende Einrichtungsgegenstände für unsere Wohnungen einzukaufen. Ich stelle fest, dass man beim Betreten von IKEA Helsinki genauso gut in Kassel sein könnte. ;-)

Außerdem findet ihr noch einige Bilder aus der Innenstadt!

Boot-Trip zu den Inseln vor Espoo

Heute habe ich mit einigen anderen Austausch-Studenten einen Ausflug zu den Inseln vor Espoo unternommen. Espoo ist die Stadt, die sich direkt westlich an Helsinki City Center anschließt und zur Helsinki Metropolitan Area gehört. Auch die Aalto University befindet sich in Espoo.

Die Fahrt mit der Fähre zu den verschiedenen Inseln dauert insgesamt etwa 2,5 h, wobei wir auf einer der Inseln ausgestiegen sind und erst später wieder die Fähre zurück genommen haben.

Die besagte Insel war in etwa 10 Minuten zu umrunden und dementsprechend klein. Dennoch gab es als Highlight einen Grillplatz und eine kleine Hütte mit Feuerholz. Einige von uns waren darauf vorbereitet und hatten das nötige Equipment dabei.

Hier findet ihr einige Bilder von dem Ausflug!

Get Together und Finnish Fireworks Championship

Gestern wurden alle internationalen Studenten der School of Science (gewissermaßen der Fakultät) begrüßt und mit den organisatorischen Dingen für das Semester in Finnland vertraut gemacht. Man ist hier sehr offen und bietet alle erdenklichen Möglichkeiten, damit das Semester hier ein Erfolg wird! Sehr gut! :-)

Heute fand die Begrüßung aller internationalen Studenten hier an der Aalto University statt. Dabei gab es viele interessante Vorträge von Organisationen, die an der Uni tätig sind. Dazu gehören z.B. Student Union AYY, Guilds, Library, Health Service und viele andere. Außerdem gab es einen sehr interessanten Vortrag von Paul Westlake zum Thema “Surviving the Finns”.

Anschließend wurde im Computer-Science-Building ein Get Together aller neuen Studenten angeboten. Neben reichlich Verpflegung und einigen Vorträgen gab es dort auch eine Karte, in der jeder seine Herkunft markieren sollte. Ein Foto der Karte, die insbesondere innerhalb Europas gut gefüllt war, findet ihr unter diesem Artikel!

Von meinem Vermieter bekam ich den Tipp, dass abends die Finnish Fireworks Championship 2012 stattfinden. Einen hervorragender Ausblick auf das Feuerwerk konnte ich von einer Brücke erlangen, die Helsinki City Centre mit Lauttasaari (die Insel, auf der ich wohne) verbindet.

Die ersten Tage an der Universität…

Nachdem ich gut in meiner Wohnung (Bilder folgen später…) angekommen bin, ging es auch direkt mit den ersten Einführungs-Veranstaltungen an der Uni los. Neben Events der Guilds wurde hier auch das neue akademische Jahr eingeläutet, das von Anfang September bis Ende Mai geht. Den Sommer haben die Studenten hier grundsätzlich frei! Zunächst gab es eine Rede der Uni-Präsidentin und anschließend die Aalto-Party, worunter man sich eine Art Markt der verschiedenen Uni-Angebote vorstellen kann.

Außerdem konnte ich mal Blicke in die verschiedenen Uni-Gebäude werfen. Das für mich wohl wichtigste Gebäude, ist das Computer-Science-Building, von dem ihr auch Fotos seht. Die Gebäude sind hier alle sehr modern, haben viel Platz und ausreichend Arbeitsplätze, so dass dem erfolgreichen Studieren eigentlich nichts im Weg steht. ;-)